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Von Mathias, Gründer Black Ueli Sleep · Über mich

Nasenstrips beim Schlafen: Wirkung und richtige Anwendung

Schläfst du durch den Mund? Schnarcht dein Partner — oder du selbst? Millionen Menschen atmen nachts durch den Mund, ohne es zu merken. Nasenstrips sind ein einfaches, klebendes Hilfsmittel, das die Nasenflügel mechanisch aufweitet und so die Nasenatmung erleichtert. In der Schweiz sind sie unter dem Namen "Nose Tape" oder "Nasenstrips" bekannt — und werden zunehmend als Teil einer besseren Schlafhygiene eingesetzt. Was die Wissenschaft dazu sagt, für wen sie wirklich helfen und wie du sie richtig anwendest, liest du hier.

Was sind Nasenstrips und wie funktionieren sie?

Nasenstrips sind selbstklebende Pflasterstreifen, die quer über den Nasenrücken geklebt werden. Sie nutzen die Rückstellkraft einer eingebetteten Kunststoffschiene, um die Nasenflügel nach aussen zu ziehen. Das weitet die Nasenlöcher mechanisch auf — ohne Medikamente, ohne Eingriff.

Das Prinzip ist simpel: Ein verengter Nasenkanal erzeugt Widerstand beim Einatmen. Dieser Widerstand lässt dich durch den Mund ausweichen. Nasenstrips reduzieren diesen Widerstand, indem sie den Atemweg physisch vergrössern. Das funktioniert insbesondere bei Verengungen im Bereich der Nasenflügel — nicht bei Polypen oder Septumabweichungen.

Was sagt die Wissenschaft — helfen Nasenstrips wirklich?

Die Evidenz ist gemischt, aber ehrlich einzuordnen: Nasenstrips helfen bei der richtigen Ursache, aber sie sind kein Allheilmittel gegen Schnarchen oder Schlafapnoe.

Ein systematischer Review von 2024 (PubMed 41487318), der 17 Studien auswertete, fand keine signifikante objektive Verbesserung des Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) bei Schlafapnoe-Patienten durch externe Nasendilatoren. Das bedeutet: Wer unter echter Schlafapnoe leidet, braucht keine Nasenstrips, sondern eine ärztliche Abklärung.

Für habituelle Schnarcher ohne Schlafapnoe sieht die Datenlage besser aus: Eine oft zitierte Studie (PubMed 9299650) zeigte bei 35 habituellen Schnarchern eine signifikante Reduktion der Schnarchintensität durch externe Nasenstrips — insbesondere bei Schnarchen durch Nasenobstruktion.

Der entscheidende Punkt: Nasenstrips wirken am besten, wenn dein Schnarchen oder deine Mundatmung auf nasale Enge zurückzuführen ist — z.B. bei verstopfter Nase, saisonaler Allergie oder anatomisch engen Nasenflügeln. Bei Schnarchen aus dem Rachenraum helfen sie kaum.

Für wen sind Nasenstrips geeignet — und für wen nicht?

Nasenstrips sind für dich geeignet, wenn du hauptsächlich nasal schnarchst, nachts unter nasaler Verstopfung leidest, an saisonalen Allergien oder Erkältungen schläfst oder die Nasenatmung als Schlafeinstieg unterstützen möchtest.

Nasenstrips helfen wenig oder nicht bei:

  • Diagnostizierter obstruktiver Schlafapnoe → ärztlich abklären lassen
  • Schnarchen aus dem Rachen (Weichgaumen, Uvula, Zunge)
  • Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation)
  • Wenn kein nasaler Widerstand als Ursache vorliegt

Ein einfacher Selbsttest: Halte die Nasenflügel sanft nach aussen und atme durch die Nase. Geht das spürbar leichter? Dann sind Nasenstrips einen Versuch wert.

Wie wendest du Nasenstrips richtig an? (6 Schritte)

Die richtige Anwendung entscheidet über Halt und Wirkung der ganzen Nacht.

  1. Gesicht waschen und trocknen — Öle und Restfeuchtigkeit reduzieren die Klebkraft. Reinige die Nasenrückenzone gründlich.
  2. Schutzfolie abziehen — Fasse den Strip nur an den Rändern an, nicht an der Klebefläche.
  3. Mittig auf dem Nasenrücken positionieren — Der Strip liegt quer über dem unteren Nasenrücken, direkt über den Nasenflügeln.
  4. Andrücken und 30 Sekunden erwärmen — Reibe den Strip mit dem Finger, um den Kleber durch Körperwärme zu aktivieren.
  5. Optional: Mundtape ergänzen — Für maximale Wirkung kombiniere den Nasenstrip mit Mouth Tape beim Schlafen. Nasenstrip öffnet die Nase — Mundtape hält den Mund zu.
  6. Morgens langsam abziehen — Von oben nach unten, parallel zur Haut. Bei empfindlicher Haut: Strip kurz anfeuchten.

Warum ist die Kombination Nasenstrips + Mundtape sinnvoll?

Nasenstrips und Mundtape wirken auf zwei verschiedenen Ebenen — und ergänzen sich genau deshalb ideal.

Nasenstrips öffnen den Eingang: Sie erweitern die Nasenflügel mechanisch und senken den Atemwiderstand beim Einatmen.

Mundtape schliesst den Ausweichweg: Es verhindert, dass du nachts unbewusst in die Mundatmung wechselst — selbst wenn der Nasenweg offen ist.

Zusammen bilden sie ein System, das deinen Körper sanft zur Nasenatmung leitet. Die Nase filtert, befeuchtet und erwärmt die Luft. Nasenatmung fördert ausserdem die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO), das die Blutgefässe entspannt und die Sauerstoffaufnahme verbessert.

Das Nose-Breathing Bundle von Black Ueli enthält beides — Mundtape und Nasenstrips — ab CHF 22, mit Lieferung in die Schweiz.

Häufige Fragen zu Nasenstrips

Wie lange kann man Nasenstrips tragen?

Nasenstrips sind für den Einmaleinsatz über eine Nacht konzipiert — typischerweise 6–8 Stunden. Länger als 12 Stunden solltest du denselben Strip nicht tragen, da der Kleber nachlässt und die Haut gereizt werden kann. Täglich angewendet, empfiehlt sich kurze Hautpflege am Morgen.

Helfen Nasenstrips gegen Schnarchen?

Nasenstrips helfen gegen Schnarchen, wenn die Ursache nasale Obstruktion ist — also enge oder verstopfte Nasenflügel. Bei Schnarchen aus dem Rachen zeigen sie in Studien kaum Wirkung. Einfacher Test: Wenn du mit geöffneten Nasenflügeln leiser schnarchen kannst, sind Nasenstrips wirksam.

Was ist der Unterschied zwischen Nasenstrips und Mundtape?

Nasenstrips wirken von aussen: Sie weiten die Nasenflügel mechanisch auf. Mundtape wirkt von innen: Es hält den Mund geschlossen und verhindert das Ausweichen in die Mundatmung. Beide Produkte ergänzen sich — Nasenstrip öffnet den Nasenweg, Mundtape sichert ihn ab.

Sind Nasenstrips für jeden geeignet?

Nasenstrips sind für die meisten Erwachsenen sicher und gut verträglich. Nicht geeignet bei sehr empfindlicher oder verletzter Haut, Hautentzündungen oder bekannten Kleberallergien. Bei diagnostizierter Schlafapnoe sind Nasenstrips allein keine ausreichende Behandlung.

Kann ich Nasenstrips und Mundtape zusammen verwenden?

Ja — und das ist sogar empfehlenswert. Nasenstrip zuerst kleben, dann Mundtape. Die Kombination wirkt synergistisch: Der Nasenstrip senkt den Atemwiderstand, das Mundtape verhindert die Mundatmung. Zusammen unterstützen sie konsequente Nasenatmung die ganze Nacht.

Fazit: Für wen lohnen sich Nasenstrips?

Nasenstrips sind ein einfaches, risikoarmes Hilfsmittel für alle, deren Schlafprobleme mit nasaler Enge zusammenhängen. Die Wissenschaft zeigt: Bei richtiger Indikation — nasaler Widerstand, habituelles Schnarchen, Mundatmung — helfen sie. Bei Schlafapnoe reichen sie allein nicht. Die stärkste Wirkung entfalten Nasenstrips in Kombination mit Mundtape — als vollständiges Nasenatmungs-System.

Besser atmen im Schlaf — ab CHF 22.

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